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Fairtrade-Standards für Baumwolle
Fairtrade-Prämie und ProjekteStandards für ProduzentenStandards für PartnerfirmenNachweis ILO-KernarbeitsnormenPDF Fairtrade-Standards
Fairtrade-Preis für Baumwolle
Für den Fairen Handel mit Baumwolle gelten Mindestpreise, die in den Fairtrade-Standards festgelegt werden und unabhängig von den Preisschwankungen auf den Märkten an die Baumwollkooperativen zu bezahlen sind.
Da die Preise zwischen den Anbaugebieten und den verschiedenen Baumwoll-Qualitäten variieren, wird die Preisstaffelung exemplarisch für Baumwolle aus Westafrika dargestellt:
| Region |
Qualität |
Fairtrade-Mindespreis |
Bio-Fairtrade-Mindestpreis |
Fairtrade-Prämie |
| Westafrika |
Gossypium Hirsutum |
0,42 € |
0,50 € |
0,05 € |
| Westafrika |
Gossypium Barbadense (z.B. PIMA) |
0,46 € |
0,55 € |
0,05 € |
Fairtrade-Mindestpreise, Bio-Aufschlag und Fairtrade-Prämie in EUR für 1 Kg Baumwolle.
Hier finden Sie eine vollständige Liste mit den Preisen der einzelnen Anbaugebiete und Baumwoll-Qualitäten:
Aktuelle Liste des Fairtrade-Mindestpreises und der Fairtrade-Prämie
Fairtrade-Prämie und Projekte
Die Produzentengruppen entscheiden selbst, wie sie die Fairtrade-Prämie verwenden.
Mit ihr kann zum Beispiel der Bau einer Schule, das Anlegen eines Trinkwasserbrunnens
oder auch die Umstellung von konventionellem Anbau auf Bio-Anbau finanziert werden, die oft mehrere Jahre dauert.
Beispiele von durchgeführten Projekten können Sie hier sehen:
Welche Standards die Baumwoll-Kooperativen erfüllen müssen:
- Verbot von illegaler Kinderarbeit und Zwangsarbeit
- Die einzelnen Organisationen sind offen für neue Mitglieder und lehnen jegliche Diskriminierung ab
- Die Kleinbauern sind an allen wichtigen Entscheidungen ihrer Genossenschaft direkt und demokratisch beteiligt. Dies gilt insbesondere für die Verwendung des Mehrerlöses aus dem Fairen Handel.
- Die Organisationen verpflichten sich, arbeitsrechtliche und ökologische Mindeststandards umzusetzen, wie unter anderem Maßnahmen zum Gewässer und Erosionsschutz und die Reduktion im Gebrauch von Pestiziden
Welche Standards die Partnerfirmen erfüllen müssen:
- Baumwolle wird nur bei Produzentenorganisationen gekauft, die im FLO-Produzentenregister verzeichnet sind
- Kaufverträge werden zu den festgelegten Mindestpreisen abgeschlossen (siehe Tabelle)
- Für die Verwendung des Fairtrade-Siegels ist eine Lizenzgebühr von zwei Prozent auf den Großhandelswert zu entrichten. Dies schmälert nicht die Einnahmen der Produzenten
- Alle Verträge und Vorgänge müssen jederzeit von der FLO-CERT GmbH eingesehen und kontrolliert werden können.
Nachweis der ILO-Kernarbeitsnormen:
In den Fairtrade-Standards für Baumwolle wird ein Nachweis über die Einhaltung der ILO-Kernarbeitsnormen verlangt. Das gilt für alle Schritte der Weiterverarbeitung wie Entkernung der Baumwolle, Spinnen, Färben, Stricken, Weben und Konfektionieren.
Ist kein Nachweis vorhanden, übernimmt FLO-CERT die Überprüfung.
Nachgewiesen werden kann die Einhaltung der ILO-Kernarbeitsnormen durch:
- SA 8000 Zertifizierung
- Fair Wear Foundation (FWF)
- Zertifikate von: Ethical Trading Initiative, Fair Labour Association oder Workers Rights Consortium
- Testat einer Gewerkschaft, die von dem internationalen Dachverband der Gewerkschaften anerkannt ist und die Einhaltung sozialer Rechte der Beschäftigten in ihrem Betrieb bestätigt.
- Inspektionsbericht mit dem "Model Code for Trade", der gesundheits- und bautechnische Risiken in der Textilindustrie berücksichtigt.
- Befindet sich ein Unternehmen im Besitz der Arbeiter, muss dies über die Statuten nachgewiesen werden.
Workers Rights Consortium
Ethical Trading Initiative
Fairtrade-Standards für Baumwolle (englisch)
Hier finden Sie die vollständigen Fairtrade-Standards für Baumwolle als PDF auf Englisch.
www.fairtrade.net/fileadmin/user_upload/content/04-09_EN_Seed_Cotton_SPO.pdf