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Fairtrade bei barcoo So funktionierts - barcoo-VideoÜber 3,5 Millionen Menschen sind in Kamerun direkt oder indirekt von den Einnahmen aus dem Baumwollanbau abhängig. Sie befinden sich angesichts stark schwankender Weltmarktpreise in einer verzweifelten Situation. Die Mitglieder der FAIRTRADE-zertifizierten Kooperative OPCC können dank garantierter Mindestpreise unabhängig von Preisen auf dem Weltmarkt wirtschaften. Die Qualität und nachhaltige Erzeugung ihrer Ware wird durch laufende Schulungen sichergestellt.
Die Baumwollkooperative OPCC in Kamerun
Kleinbauer
Cameroon Cotton Producers´Organisation - OPCC
Quartier Djamboutou
Garoua
Kamerun
Tel.: 00237 968 03 91
Fax: 00237 227 20 68
opcc.gie@sodecoton.cm
Nathan Bello, Baumwollexporteur Kamerun
"Es war bisher nicht sehr leicht, Leute von der Verantwortung zu überzeugen, die sie hinsichtlich der Verbesserung der Qualtiät ihrer Ware haben. Mit FAIRTRADE ist es nun leichter, die Leute zu motivieren. Es gibt Anforderungen, die erfüllt werden müssen - FAIRTRADE ist nicht Charity."
Die Cameroon Cotton Producers´ Organisation - OPCC
Die Baumwollindustrie Kameruns befindet sich in einer Krise. Aufgrund niedriger Weltmarktpreise und zunehmender Bodenerosion hat sich die Produktionsmenge innerhalb von fünf Jahren halbiert. Seit 2007 ist der Preis für Baumwolle zwar wieder leicht angestiegen, die Preissteigerungen werden aber nur sehr selten an die Baumwollbauern und -bäuerinnen weitergereicht. Steigende Kosten für Düngemittel und den Transport der geernteten Baumwolle verschlimmern die Situation zusätzlich.
Die Kooperative "Cameroon Cotton Producers´Organistion" hat sich zum Ziel gesetzt, ihre Mitglieder aus dieser Lage zu befreien. In Kamerun sind alle BaumwollproduzentInnen in insgesamt 1.800 Dorfgemeinschaften organisiert. Etwa 100 dieser Dorfgemeinschaften sind Mitglieder von OPCC. Die Kooperative informiert alle Mitglieder laufend über Entwicklungen am internationalen Baumwollmarkt und vertritt die Interessen der Kleinbauern und Kleinbäuerinnen gegenüber den Verantwortlichen der Baumwollindustrie sowie des Staates.
Zu den regelmäßig stattfindenden OPCC-Versammlungen entsendet jede Kleinbauerngruppe einen Delegierten, welcher vorab durch ein demokratisches Auswahlverfahren bestimmt wird. Der Delegierte vertritt die Interessen der jeweiligen Kleinbauerngruppe in der Versammlung aller OPCC-Mitglieder und erstattet seiner Dorfgemeinschaft nach der Versammlung Bericht.
Schulungen zum Umweltschutz
Im FAIRTRADE-System verpflichten sich die Kooperativen zum Schutz natürlicher Ressourcen und zur Verringerung des Einsatzes chemischer Dünger und Insektizide. OPCC und der nationale Exporteur SODECOTON unterstützen die Mitglieder durch Schulungen in der Umsetzung der strengen Richtlinien.
Eine Schlüsselrolle in den Schulungen spielt der sogenannte Fruchtwechsel, also der abwechselnde Anbau von Baumwolle und verschiedenen Getreidesorten, um Bodenerosion zu verhindern. Nach der Ernte werden die Baumwollpflanzen außerdem stark zurückgeschnitten um sie weniger anfällig für Insekten zu machen. Gleichzeitig wird so der notwendige Einsatz von Insektiziden verringert.
Laut dem Klassifizierungsmanager von OPCC erweist sich FAIRTRADE-zertifizierte Baumwolle als qualitativ hochwertiger als Baumwolle aus konventionellem Anbau. Die Kleinbauern und Kleinbäuerinnen von OPCC sind sich durch Informationen, die von der Kooperative bereitgestellt werden, den Qualitätsansprüchen ihrer Abnehmer bewusst und setzen alles daran, hochwertige Ware abzuliefern. Sie können sicher sein, dafür auch einen guten Preis zu erhalten.
Sauberes Trinkwassser als Lebensgrundlage
Seit der FAIRTRADE-Zertifizierung von OPCC im Jahr 2005 haben festgelegte Mindestpreise und Sozialprämien wesentlich zur wirtschaftlichen und sozialen Entwicklung der Dorfgemeinschaften beigetragen. Diese offensichtlichen Vorteile bewegen jedes Jahr viele weitere Kleinbauerngruppen dazu, Mitglied von OPCC zu werden. Derzeit sind bereits über 32.000 Kleinbauern und Kleinbäuerinnen Mitglied der Kooperative.
In den Jahren 2005 und 2006 wurden insgesamt 7 Gesundheitszentren, 9 Baumwoll-Entkörnungsmaschinen, 12 Klassenzimmer, 9 Getreidelager, 19 Wasserprojekte und 2 Elektrizitätsprojekte aus Mitteln der FAIRTRADE-Prämie finanziert. Die Herstellung eines Zugangs zu sauberem Trinkwasser hatte für die meisten Dorfgemeinschaften absolute Priorität. Zuvor musste die lokal ansässige Dorfbevölkerung ihr Trinkwasser aus Wasserlöchern, welche auch von Tieren benutzt wurden, entnehmen. Investitionen in die medizinische Versorgung stellten einen weiteren Schlüsselbreich dar um den mühsamen Weg in weit entfernte Gesundheitszentren nicht länger notwendig zu machen.
Informationen und Fotos bereitgestellt von FAIRTRADE FOUNDATION UK
Pfadfinder-Kluften der DPSG
Das Klufthemd der Deutschen Pfadfinderschaft Sankt Georg (DPSG) wird seit 2011 aus Fairtrade-Baumwolle gefertigt - als erste Pfadfinderkluft weltweit. Ebenso seit 2012 die Halstücher die in den Farben Blau, Orange, Grün, Grau und Rot erhältlich sind. Die Baumwolle für das Klufthemd und für die Halstücher stammen aus biologischem Anbau, und auch bei der restlichen Produktion des robusten Hemdes und des Halstuches wurde auf Umweltverträglichkeit geachtet. Vom Kauf des Hemdes und des Tuches profitieren Baumwollbäuerinnen und -bauern aus Mali, Senegal, Burkina Faso und Kamerun.
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