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Produzenten

Produzenten-Portrait Produkte

Die Baumwollkooperative UC-CPC de Djidian

Die Union Coopératives de Producteurs de Coton (UC-CPC) ist eine Organisation, die Kleinbäuerinnen und Kleinbauern aus regionalen Baumwoll-Kooperativen zusammenbringt und sie dabei unterstützt, gemeinsam ihre Marktstellung zu stärken und ihr Fachwissen zu teilen. Die UC-CPC ist in verschiedene regionale Gruppen unterteilt. Eine dieser Gruppen ist die UC-CPC de Dijdian, deren erklärtes Ziel es ist, ihre Mitgliedskooperativen während des Fairtrade-Zertifizierungsverfahrens zu unterstützen, um so viele Bauern und Bäuerinnen wie möglich an dem System teilhaben zu lassen.

U-CPC de Djidian - Baumwollbäuerin

Die Baumwollkooperative UC-CPC de Djidian

Kleinbauer

Der Anbau von Fairtrade-Baumwolle hat vielen Menschen in Mali geholfen, einen Weg aus der Armut zu finden.

Kita
Mali

Tel.: 00223 257 30 45
Fax: 00223 257 31 62

Die UC-CPC de Djidian aus Mali

 

Baumwolle als Weg aus der Armut

Die Region Kita war Jahrzehnte lang das Zentrum des Erdnuss-Anbaus in Mali – bis das Land in der 1980er Jahren von Dürren und Epidemien schwer getroffen wurde. Ihren Höhepunkt erreichten diese in den Jahren 1992 und 1993, was zu Armut und Elend in den Gemeinden führte, die sich auf den Anbau von Erdnüssen spezialisiert hatten.
 
In den Folgejahren kamen lokale Nicht-Regierungsorganisationen auf die Idee, die Bauernfamlien davon zu überzeugen in den betroffenen Gebieten Baumwolle anzubauen. 1995 begann die „Compagnie Malienne pour le Développement des Textiles“ (CMDT) im Auftrag der Regierung Malis, den Anbau von Baumwolle in der Region zu fördern. Sämtliche Baumwolle, die in Mali angebaut wird, wird an diese Organisation verkauft. Sie verhandelt mit der nationalen Union der Baumwollproduzenten die Baumwollpreise und bietet den Baumwollproduzenten von Mali wichtige Unterstützung in Form von Trainings und technischen Hilfestellungen. Wie zum Beispiel zum Umgang mit Pestiziden, zur Qualitätssteigerung und zur Erhaltung der Bodenfruchtbarkeit. Zudem bietet die CMDT Workshops für Fairtrade-zertifizierte Kooperativen, in denen vermittelt wird, wie das Fairtrade-System funktioniert. In Mali leben heute rund 40 Prozent der Landbevölkerung vom Anbau der Baumwolle.

www.maliagriculture.org/services_tech/cmdt/page-cmdt.html

U-CPC de Djidian - Frau mit Baumwolle
 

In den Kooperativen der UC-CPC de Djidian bauen die Kleinbauern neben der Fairtrade-Baumwolle Hirse, Mais, Erdnüsse und Sorghum, eine Hirseart, an. Um die Fruchtbarkeit der Böden zu erhalten, werden diese im Wechsel mit der Baumwolle auf den Feldern angebaut, denn die UC-CPC-Kooperativen bewässern ihre Baumwollpflanzen nur in Ausnahmefällen mit Hilfe künstlicher Bewässerungsmethoden. In den vergangenen Jahren führte dies jedoch dazu, dass die Baumwollernte immer niedriger ausfiel, da in der Region nicht genügend Regen fällt. Dennoch lohnt sich der Anbau von Baumwolle für die Bauern– für kein anderes Produkt erhalten sie so gute Preise wie für das „weiße Gold“.
 
In den Mitgliedskooperativen der UC-CPC de Djidian wird die Baumwolle traditionell noch per Hand geerntet, wodurch sie eine höhere Qualität aufweist. Nach der Ernte wird die Baumwolle in den Dörfern in Containern gesammelt. Die Baumwolle wird von gewählten Vertreterinnen und Vertretern der Dörfer abgewogen. Diese führen ein Verzeichnis darüber, welche Kleinbäuerinnen und welcher Kleinbauern wie viel Baumwolle abgeliefert haben und stellt ihnen daraufhin Quittungen aus. Gegen Vorlage dieser Quittungen erhalten die Bauern ihr Geld ausgezahlt. Anschließend werden die Container von der CMDT abgeholt und in eine Fabrik zum Entkernen gebraucht. Bei diesem Vorgang werden die Baumwollfasern vom Samen getrennt. Die Samen, die nun nicht weiter benötigt werden, erhalten die Bauern zurück, um neue Baumwollpflanzen anzupflanzen. Übrig gebliebene Samen werden zu Öl oder Viehfutter verarbeitet.

U-CPC de Djidian - Baumwollbauern
 

Fair geht’s besser:

Zu den Hauptproblemen der Region Kita zählen die niedrigen Löhne und das Fehlen von landwirtschaftlichen Geräten und Infrastruktur. So mangelt es etwa an Mühlen zum Mahlen von Getreide. Viele Dörfer verfügen zudem nicht über sauberes Trinkwasser. Hinzu kommen die mangelhafte Gesundheitsvorsorge sowie das Fehlen von Bildungsmöglichkeiten. Die Fairtrade-Prämie hilft den Menschen vor Ort, diese Probleme zu beseitigen.
 
Zehn Prozent der Fairtrade-Prämie gehen an die UC-CPC. Die Organisation hat ihren Anteil an den Geldern beispielsweise dazu genutzt, um einen Versammlungsraum zu bauen. Hier können die Mitglieder der UC-CPC nun Beschlüsse fassen, die die ganze Organisation betreffen. Zudem finden in dem Raum zahlreiche soziale Aktivitäten statt.

U-CPC de Djidian - Schulkinder 2
 

90 Prozent der Fairtrade-Prämie erhalten die einzelnen regionalen Kooperativen. Diese wird danach aufgeteilt, wie viel Fairtrade-Baumwolle die Kooperative produziert hat. Über die Verwendung der Prämie entscheidet ein Komitee aus gewählten Mitgliedern. Bei dieser Wahl hatten in den vergangen Jahren vor allem Projekte, die Zugänge zu sauberen Trinkwasser schafften, höchste Priorität. Auch der Bau von Lagerhäusern ist für die Menschen vor Ort wichtig, da sie ihre Baumwolle ohne Lagermöglichkeiten direkt nach der Ernte verkaufen müssten. So können sie jedoch auf bessere Preise warten. Zudem sollen die Lagerhäuser von den Kleinbauernfamilien als Lagerstätte für Nahrungsmittel genutzt werden. Ohne diese Lagermöglichkeit müssten die Bäuerinnen und Bauern ihre Lebensmittel eventuell zu überhöhten Preisen einkaufen, da sie sonst keine größeren Mengen lagern können. Zudem wurden Teile der Fairtrade-Prämie genutzt, um ein Gesundheitszentrum und einen Kindergarten zu bauen.
 
Da die Kleinbäuerinnen und Kleinbauern aus Mali aufgrund immer weniger Niederschlags in den vergangenen Jahren immer wieder geringe Ernten zu verzeichnen hatten, ist nicht sicher, wie lange die Menschen in der Region noch vom Baumwollanbau leben können. Aus diesem Grund ist es den Mitgliedern der UC-CPC wichtig, alternative Einkommensquellen zu finden. Um weitere Jobs in der Region zu schaffen wurde beispielweise eine Seifenfabrik gebaut. Zudem wird der Anbau von Mais vorangetrieben.

U-CPC de Djidian - Schulkinder
 

Mehr Bildung dank der Fairtrade-Prämie:

Auch die Bildung von Kindern und Erwachsenen ist ein wichtiges Thema für die Menschen der Region. Früher fand der Schulunterricht ausschließlich im Freien statt und musste unterbrochen werden, sobald es regnete. Durch Fairtrade konnten in der Region Kita Alphabetisierungsprogramme ins Leben gerufen und Programme zur Berufsausbildung finanziert werden.

U-CPC de Djidian - Hände
 

Fairtrade-Prämie unterstützt den Umweltschutz

Jede Kooperative, die der UC-CPC angehört, verfügt über ein eigenes, speziell ausgebildetes Komitee, dass die Einhaltung der Fairtrade-Umweltstandards überwacht und den Bauernfamilen Hilfestellungen dabei bieten soll. Statt mit künstlichen Düngemitteln werden die Baumwollpflanzen nun mit Kompost gedüngt. Zudem werden Hecken angepflanzt, um die Bodenerosion einzudämmen. Außerdem planen die Kooperativen, in Zukunft einen größeren Anteil der Baumwolle biologisch anzubauen. Die Umstellung ist für die Bauern nicht leicht, da sie durch den biologischen Anbau zunächst einmal drei Viertel der Baumwollernte einbüßen. Die Ernteausfälle werden jedoch über den höheren Mindestpreis für Biobaumwolle wieder ausgeglichen. Daher betont der Präsident der UC-CPC de Djidian: „Es ist trotzdem besser für uns, eine geringere Ernte zu haben als so viele chemische Düngemittel zu benutzen. Sie verschlechtern die Bodenqualität erheblich und sind schlecht für unsere Gesundheit. Nun werden nur noch die Düngemittel verwendet, die wir laut den Bio- und Fairtrade-Standards benutzen dürfen.“

U-CPC de Djidian - Frau mit Baumwolle 2
 

Fairtrade stärkt Frauenrechte

Frauen wurden bislang nicht in Entscheidungsprozesse der Männer eingebunden. Durch Fairtrade ändert sich dies, denn die Fairtrade-Standards verlangen, dass Frauen auf allen Ebenen in Entscheidungsprozesse einbezogen werden. Bislang ist nur ein geringer Prozentsatz der Mitglieder der Kooperative weiblich. Doch nach und nach kommen immer weitere Kleinbäuerinnen hinzu. Auch im Vorstand der Kooperative müssen Frauen vertreten sein.

U-CPC de Djidian - Baumwolle
 

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Klassisch im Appeal und mit moderner Philosophie steht die Linie „Country Style“ von Vossen im Einklang mit der Natur. Die Kollektion ist zu 100% aus FAIRTRADE-Baumwolle hergestellt und steht so für eine umweltbewusste und soziale Produktion. Ganz dieser Philosophie folgend, hat VOSSEN außerdem die „Eco Energy 3000 Kollektion“ hervorgebracht: Sie ist ebenso aus hochwertiger FAIRTRADE-Baumwolle hergestellt und kommt dem ökologischen Bedürfnis einer wertebewussten Generation nach.

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Pfadfinder-Kluften der DPSG

Das Klufthemd der Deutschen Pfadfinderschaft Sankt Georg (DPSG) wird seit 2011 aus Fairtrade-Baumwolle gefertigt - als erste Pfadfinderkluft weltweit. Ebenso seit 2012 die Halstücher die in den Farben Blau, Orange, Grün, Grau und Rot erhältlich sind. Die Baumwolle für das Klufthemd und für die Halstücher stammen aus biologischem Anbau, und auch bei der restlichen Produktion des robusten Hemdes und des Halstuches wurde auf Umweltverträglichkeit geachtet. Vom Kauf des Hemdes und des Tuches profitieren Baumwollbäuerinnen und -bauern aus Mali, Senegal, Burkina Faso und Kamerun.

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